100000 Tonnen Kruppstahl - Plattenkritiken
100000 Tonnen Kruppstahl - Bionic Testmensch CD / Band-Homepage / Unundeux

Tracklist:

01.) Uralter Trümmerbruch
02.) Bionic Testmensch
03.) Germanistan (The Parallel Of Undangerous Terror)
04.) Antifeind
05.) Kill Your Kids And Die
06.) In Trümmern
07.) Rache
08.) Zwei Stunden Stahlgewitter
09.) Humanophagus Rex
10.) Meister Der Realität
11.) Nach Kurzer Schwerer Krankheit
12.) Zerebrat
13.) Besoffen Und Bis An Die Zähne Bewaffnet

Kritik:

100000 Tonnen Kruppstahl kommen aus Kreuzberg und wurde 2009 von
Herr Herrn Bommel (Gitarre, Vocals) und A. Donnermann (Drums,
Vocals) ins Leben gerufen. 2010 wurde ein Demo veröffentlicht,
ein Jahr später kam das erste Album "Kill your kids and die"
und zwei weitere Jahre später kommt jetzt auch schon der zweite
Longplayer "Bionic Testmensch".
Schon der Bandname deutet an dass es sich hierbei um eine
ordentliche Krachkapelle handeln muss und so isses natürlich
auch. 100000 Tonnen Kruppstahl machen hier eine brutale und
ultraschnelle Mischung aus Grindcore und Death-Metal mit leichter
Thrash-Kante und kaum hörbarem Hardcore-Einschlag. Bei den 13 Songs
wird das Gaspedal meistens bis zum Anschlag durchgedrückt und dass
hier nur zwei Leute am Werke sind, ist doch etwas überraschend, hört
man der Musik jedenfalls nicht an. Hier gibts derbe Metal-Gitarren-
riffs gepaart mit treibendem Grindcore-Schlagzeug-Gebolze und recht
abwechslungsreichem Gesang - von Gekreische bis hin zu melodischem
Gesang ist alles dabei. Allerdings finde ich die Musik hier doch
recht eintönig und stumpf. Irgendwie fällt es mir schwer zwischen
den 13 Songs zu unterschieden, klingt alles gleich und wenn keine
kurzen Pausen zwischen den Tracks wären, würde das Ganze für mich
auch als ein einziger Track durchgehen. Bei mir bleibt jedenfalls
überhaupt nichts hängen und ich glaube auch nicht dass ich die CD
nochmal anhören werde. Wer auf Japanische Kampfhörspiele steht,
sollte hier aber mal ein Ohr riskieren!
Etwas lieblos ist leider auch die Aufmachung ausgefallen. Cover ist
völlig uninspiriert und sieht aus als wäre es 5 Minuten vor Ablauf
der Deadline fertiggestellt worden. Dafür gibts im dünnen Booklet
wenigstens die Songtexte, die aber erstaunlicherweise sogar recht
gut zu verstehen sind.